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Richtig bandagieren lernen, 6. Windener Lymphtag Emmendingen
Richtig bandagieren lernen
EMMENDINGEN. Zufrieden zeigten sich Veranstalter wie Teilnehmer über den
6. Windener Lymphtag, der nach Emmendingen verlegt wurde und als 1. Emmendinger Lymphtag am Samstag in der Steinhalle stattfand.
180 Ärzte und Therapeuten aus Deutschland under Schweiz nahmen an dieser Informationsveranstaltung teil. Veranstalter war die
Arbeitsgemeinschaft für Manuelle Lymphdrainage Winden mit dem Präsidenten der Deutschen
Gesellschaft für Lymphologie, Dr. Wolfgang Justus Brauer vom Kreiskrankenhaus Emmendingen.
Wegen der großen Teilnehmerzahl, wurden die Workshops in zwei Gruppen aufgeteilt. Der praktische und der theoretische Teil wurden in den Räumen der
benachbarten Meerweinschule abgehalten. Im praktischen Teil ging es um das Bandagieren von Armen und Beinen.
Lymphtherapeutinnen und Therapeuten vermittelten den Teilnehmern mit vielen Tipps und Tricks ihre Bandagier-Kenntnisse. Um ein Bein richtig zu bandagieren, ist sehr
vieles zu beachten. Lymphtherapeutin Barbara Ritzkowski vom Therapiezentrum Wettenberg berichtete aus ihrer 20-jährigen Berufstätigkeit und schilderte sowohl
positives Feedback als auch konstruktive Kritik von Patientenseite. Der enge Kontakt mit den Patienten sei besonders wichtig; sinnvoll seien Nachfragen. Die Expertin machte
aber auch klar, dass es in vielen Fällen ohne Kompression nicht geht.
Material, entstauende Übungen, Tipps fürs Alltagsverhalten Erklärt wurde das Material, das bei einer Kompression verwendet werden soll – ob
Idealbinde, Schaumstoffbinde oder Fixiermaterial. Entstauende Übungen und unterstützende Selbstbehandlungsgriffe wurden demonstriert, aber auch Möglichkeiten,
wie sich Patienten selbst bandagieren können. Inbegriffen waren auch hilfreiche Tipps fürs Alltagsverhalten der Patienten.
"Wir haben viel Neues erfahren über die verschiedenen Bandagen", erklärten zwei Teilnehmerinnen aus der Schweiz unter Hinweise auf Informationen, was man
verbessern oder auch falsch machen könne. Als aufschlussreich bei dieser Tagung wurde auch der theoretische Teil gelobt, der von Ärzten gestaltet wurde.
Der Nachmittag war angefüllt mit Referaten namhafter Experten. Insgesamt acht Vorträge informierten die Teilnehmer über den derzeitigen Stand der Lymphologie und
die Langzeitergebnisse. Dr. Winfried Schneider aus Bad Berleburg sprach über das Lymphtaping. Kongresspräsident Dr. Wolfgang Justus Brauer vom Kreiskrankenhaus
Emmendingen behandelte das Thema "Was können Ultraschall und andere Bildgebungen in der Lymphologie leisten?" Internist Dr. Christian Schuchardt aus
Freiburg referierte über "Diagnostik und Behandlung des Mama-lymphödems nach brusterhaltender Tumorexstirpation". In den Pausen informierten sich die Teilnehmer
über Medizintechnik und Hilfsmittel, aber auch über Literatur über die Lymphologie.
Als Kongresspräsident zeigte sich Dr. Wolfgang Justus Brauer sich rundum zufrieden mit dem 1. Emmendinger Lymphtag. Er dankte allen, die zum Gelingen dieses Tages in der
Steinhalle beigetragen haben. Autor: Pia Grättinger
 

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